«Instructional Design und Prozesse für die Inhaltsentwicklung und Qualitätssicherung bereits am Anfang definieren.
Mit ‘Plant Response to Stress’ (PRESS) haben wir einen neuen, interdisziplinären Distance-Learning Kurs aufgebaut, der Studierenden viele Aspekte der Pflanzenwissenschaften aufzeigt. Dieser Kurs bietet den Studierenden eine multimediareiche Umgebung, die Videos, Flash-Animationen, Simulationen, interaktive Übungen und ‘Self-Assessments’ integriert. Dadurch werden vielfältige Lernerfahrungen möglich – vom ‘Expository Teaching’ bis hin zum selbständigen, entdeckenden Lernen. Regelmässige bewertete Hausaufgaben fordern die Studierenden dazu auf, die Vernetzungen zwischen den Lektionen zu verstehen und sich ihre eigenen Konzepte zu bilden.
Dieser umfassende Kurs konnte in sehr kurzer Zeit nur aufgebaut werden, weil verschiedene Prozesse und Workflows von Anfang an durchgehalten wurden:
- Bereits am Anfang wurde das Instructional Design entwickelt und konsequent umgesetzt.
- Das Inhaltsgerüst des Kurses wurde sehr früh definiert.
- Ein Redaktionskomitee war für die begleitende Qualitätssicherung der Inhalte zuständig.
Klar standen bei diesem Kurs die Inhaltsentwicklung und die Didaktik im Vordergrund. Deshalb haben wir für die technische Implementierung eine Lösung gesucht, die das Umsetzen und die Pflege der Inhalte erleichtert – mit dLCMS (dynamic Learning Content Management System) und OLAT (Online Learning and Testing) als ‚Learning Management System’ wurde diese Lösung gefunden.
Weitere Informationen zum Projekt: http://www.plantresponse.unizh.ch
Demo Zugang: https://www.olat.unizh.ch/olat/auth/repo/go?rid=6160392&par=73346125885326
Auf der Einstiegseite ‘Gastzugang’ in der Navigation auf der linken Seite drücken. Danach automatische Weiterleitung zu PRESS.
Besondere Herausforderungen
Mir war nicht bewusst, welche Herausforderung Interdisziplinarität sein kann.
Bei PRESS haben wir von Anfang an das Ziel verfolgt, einen interdisziplinären Kurs aufzubauen. Interdisziplinarität ist eine besondere Herausforderung – entweder kann man die Fachdisziplinen einzeln zu Wort kommen lassen und es den Studierenden überlassen, sich das Gesamtbild selbständig zusammenzusetzen. Häufig wird darunter Interdisziplinarität verstanden.
Schwieriger ist es einen wirklich integrativen Kurs aufzubauen, der die Kontinuität der Pflanzenantwort auf Stress von der zellulären Ebene zur Ökosystemebene beleuchtet. Das war unser Ansatz. Hier ist es erstaunlich zu sehen mit wie unterschiedlichem Vokabular und Fragestellungen z.B. ein Molekularbiologe und ein Ökologe and das gleiche Problem herantreten – die didaktische Kunst bei PRESS bestand darinnen, beide in einer Geschichte zusammenzubringen.»
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