CRANIONLINE Cranio-Maxillo-Facial SurgeryChef du projetProf. Dr. Hans-Florian Zeilhofer UNIBAS
Coordinateur/trice du projetPartenaires du projet
| LearnTechNet (LTN), UNIBAS | Prof. Dr. Thomas Lambrecht
| UNIBAS | Prof. Dr. Udo Spornitz
| UNIBAS | Prof. Dr. Daniel Buser
| UNIBE | Prof. Dr. med. Joram Raveh
| UNIBE | Dr. Gion Pajarola
| UNIZH | Prof. Dr. Klaus Grätz
| UNIZH | Prof. Dr. Michael Richter
| UNIGE | Dr. Roger Zobrist
| DIDAVIS AG | Dr. Martin Fischer
| INSTRUCT AG |
RésuméDas Fachgebiet der Kiefer- und Gesichtsschirurgie ist ein essentieller und curricularer Bestandteil der Ausbildung von Studenten der Zahnmedizin. Auch bei der Ausbildung von Studenten der Humanmedizin für Staatsexamen und medizinische Praxis ist die Kiefer- und Gesichtschirurgie als interdisziplinäre chirurgische Disziplin (z.B. zahlreiche fachübergreifende Thematiken mit Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Dermatologie, Plastischer Chirurgie, Augenheilkunde, Neurochirurgie, Zahn- Mund- und Kieferheilkunde) integral und fest verankert. Allein bei über 70% aller Unfälle (Verkehrs-, Arbeits-, Haus-, Sportunfälle, etc.) ist der Kopf als häufigstes Körperteil mit betroffen. Es liegt auf der Hand, dass ein fundiertes theorieüberschreitendes und praxisorientiertes chirurgisches Wissen für den späteren ärztlichen und zahnärztlichen Beruf essentiell ist. Das an den Lehrstoffkatalogen der beteiligten Fakultäten für den 4. und 5. Jahreskurs Zahnmedizin orientierte Kurssystem "cranionline" vermittelt den Lehrstoff für das Gebiet der Chirurgie des Kauapparates. Einzelne Module können dabei auch in die Ausbildung von Studenten der Humanmedizin des 3. Jahreskurses
(klinische Untersuchung) und 6. Jahreskurses (Chirurgie) übernommen werden. Behandelt werden neben
den erforderlichen theoretischen Grundlagen insbesondere auch die Chirurgie (von der Untersuchung bis zur
Behandlung) im Bereich des Kiefer- und Gesichtsschädels als praxisnahe Vorbereitung der Studierenden der
Zahnmedizin für ihre spätere Tätigkeit. Dabei sind problemorientierte Präsenzveranstaltungen eingebettet in
virtuelle Kursmodule.
Teilnehmer am Kurs "cranionline" müssen sich nach der Registrierung zunächst einer obligatorischen Eingangsprüfung über die Anatomie und physiologie der Kopf-Hals-Region unterziehen und werden anschliessend zur Vorlesung und zur Patientendemonstration zugelassen. Diese Vorlesungen werden digital aufgezeichnet und als Videostream, synchronisiert mit den präsentierten PowerPoint-Folien (vgl. Abb. 1), den Kursteilnehmern online zur Verfügung gestellt. Ab dem folgenden Semester stehen diese Vorlesungen dann bereits virtuell im Internet zur Verfügung.
Die Patientendemonstrationen erfolgen interaktiv im Frontalunterricht (echte Vorlesung, bedside- Teaching). Durch den Dialog zwischen Student und Tutor erfolgt eine Schulung in problemorientierter Fallanalyse und Lösungsfindung. Durch Einsatz von 3D-Präsentationstechnologien im Hörsaal wird dabei eine besondere Nachhaltigkeit des präsentierten Wissens (z.B. anatomischer Sachverhalte) erzielt. Parallel hierzu gelangen die Studenten mit einem individuellen Login in das OnlineÜbungssystem, in dem sie weitere Patientenfälle aus den beteiligten Kliniken multimedial aufbereitet präsentiert bekommen und diese Schritt-für-Schritt nach dem Prinzip des problemorientierten Lernens erarbeiten müssen (CASUS-Software; vgl. Abb. 2). Das in den Vorlesungen erworbene Wissen wird dabei vertieft und gleichzeitig bei der Bearbeitung der Patientenfälle überprüft. Zusätzliche Fragen (Auswahl- und Freitextantworten sind möglich) werden unmittelbar nach Beantwortung des Studenten durch Experten-Lerntexte und weiterführende Kommentare ausführlich erläutert. Hyperlinks zu internen sowie externen Informationsquellen und ein Glossar ergänzen das Angebot. In
Ergänzung zu diesen Kursbestandteilen besucht der Studierende den "Virtuellen Operationssaal" und absolviert das "Virtuelle OP-Praktikum". Dabei werden ihm mittels digitaler Videofilme die operative Therapie der zuvor besprochenen klinischen Problematiken mit begleitenden Expertenkommentaren sowie illustrierten Texten und multimedialen, animierten Lehr-Diagrammen näher gebracht. Ziel ist dabei nicht, dass der Student praktische Fähigkeiten erlernen soll, sondern dass sich problemorientiert anhand der Darstellung der chirurgischen Versorgung das zuvor gelernte krankheitsbezogene Wissen vertieft. Digitale
Videofilme werden mit einer "head-mounted-camera" (die Kamera wird am Kopf des Operateurs angebracht und filmt während der Operation aus dessen Perspektive; vgl. Abb. 3/4) digital aufgezeichnet und von einem Streaming-Server je nach Bandbreite der Internetanbindung auf die Client Rechner in verschiedenen Qualitätsstufen gestreamt. Diese OP-Filme sind in eine realistische "Virtuelle-Operations-Saal-Realität" eingebettet. Die QuickTime VR-Technologie erlaubt immersive "kubische" 360-Grad-Panoramaansichten des Operationssaals und vermittelt den Kursteilnehmern das Gefühl bei den Operationen "live" dabei sein zu können. In die Panoramaansichten integrierte multimediale Bausteine fördern durch Interaktivität die Lernmotivation des Kursteilnehmers und erleichtern das "Memorieren" praxisrelevanter Lerninhalte. Nach Durchlaufen aller Kurs-Bestandteile muss der Student im Sinne einer Abschlussprüfung strukturiert einen virtuellen Patientenfall bearbeiten, d.h. er muss anhand der CASUS-Software einen Lernfall erfolgreich durcharbeiten. Dies geschieht für alle Studenten gleichzeitig anhand desselben Falles. Nach der erfolgreichen
Fallbearbeitung bekommt der
Kursteilnehmer Credit Punkte für die erfolgreiche Kursteilnahme. Eine kontinuierliche Betreuung der Kursteilnehmer während der einzelnen Kursphasen ist durch die Tutoren der Präsenzveranstaltungen und mit Hilfe eines experten-betreuten Online-Forums (zusätzlich Kommunikation per Email / Telefon möglich) gewährleistet.
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